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Yoga  – Begegnung mit dem Feinstofflichen

 

 

 

 

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Yoga 

wird in der westlichen Welt als Bewegung oder Gymnastik angesehen. Dies ist nicht falsch aber nur ein Teil der Wahrheit. Immerhin hat Yoga selbst in unserer materialistisch und auf Erlebnis ausgerichteten Kultur doch einen sehr großen Stellenwert bekommen.

 

(Das Bild zeigt Sri Swami Rama)

 

Denn es ist ein spirituelles System, in dem man praktiziert und die Wirkungen selbst erfahren kannt. Man braucht nicht zu glauben, man kann üben und erleben.  

Was ist Yoga ?

Neben Ayurveda basiert auch Yoga auf der vedischen Lehre. Die Entwicklung des Yoga begann vor etwa 5000 Jahren. Der Begriff Yoga stammt aus dem Sanskrit und bedeutet „Verbinden, Vereinigen“.

 

Ein grundlegendes Ziel von Yoga ist es, die Seele des Menschen mit dem universellen Geist zu verbinden. Dabei wird Yoga nicht als Religion verstanden.

 

Mit Hilfe bestimmter geistiger und körperlicher Übungen, soll Yoga dazu dienen den Menschen von seinen körperlichen Lasten zu befreien und damit die Voraussetzung für Konzentration und Meditation zu schaffen.

 

Yogaübungen verfolgen heutzutage einen ganzheitlichen Ansatz, der Körper, Geist und Seele in Einklang bringen soll. So führt Yoga bei regelmäßiger Ausübung zu einem seelischen und körperlichen Gleichgewicht und Harmonie. Des Weiteren kann Yoga therapeutisch eingesetzt zur Besserung von verschiedensten Krankheitsbildern führen.

 

Schriftlich niedergelegt wurde die Philosophie des Yoga erstmals von Patanjali, einem indischen Gelehrten, der die bis heute noch existierenden Yoga-Sutras zusammengefasst haben soll. Sutra heißt wörtlich übersetzt „Faden“. Das Yoga-Sutra ist so gesehen ein Leitfaden für Yoga.

Patanjali unterteilt Yoga in acht Stufen:

 

Yama (universelle ethische Gebote)

Niyama (persönliche Disziplin der Selbstreinigung)

Asana (Körperhaltung)

Pranayama (Beherrschung des Atems)

Prathyahara (Zurückziehen der Sinnesorgane von den Objekten)

Dharana (Konzentration)

Dhyana (Meditation)

Samadhi (Einssein)

Asana und Pranayama sind die im Westen unter dem Begriff des Hatha Yoga meistgeübten Schritte des achtstufigen Wegs:

 

Asanas sind Körperübungen und -haltungen. Sie harmonisieren unseren Energiefluss durch Befreiung von körperlichen Blockaden. Zudem wird die innere Heilkraft aktiviert und Organe besser durchblutet. Die bewusste Haltung und der freifließende Atem spielen dabei eine besondere Rolle.

Pranayama bezeichnet die Zusammenführung von Körper und Geist durch Atemübungen. Die richtige Atemtechnik hilft die eigenen Kraftquellen zu erschließen. Durch die intensive Konzentration (Dharana) entsteht Meditation (dhyana) wie von selbst.

Yoga im Einklang mit Ayurveda

 

Ayurveda und Yoga sind zwei sich ergänzende Systeme, die auf der jahrtausende alten vedischen Lehre basieren. Gemeinsam ist ihnen der ganzheitliche Ansatz, der den Menschen in seiner Ganzheit von Körper, Geist und Seele betrachten.

 

Ayurveda behandelt nicht nur Krankheiten, Ziel ist es die Selbstheilungskräfte des Organismus zu aktivieren und Möglichkeiten zur präventiven Gesundheitsvorsorge zu bieten. Diese wiederum umfasst nicht nur die Vorbereitung auf eine gesunde Lebensart und eine gesunde Ernährung, sondern auch das Üben von Yoga.

 

Durch die Wirkungen des Yoga wird der Erfolg einer Ayurvedakur oftmals verstärkt. Yoga spielt dabei den aktiven Teil einer Kur, wobei nicht zu vergessen ist, dass diese Lehre viel Ausdauer und Beharrlichkeit erfordert und zu Hause weiterhin geübt werden sollte, um die positiven Folgen zu vertiefen. Obwohl die körperlichen Übungen einen Schwerpunkt im Yoga bilden, ist Yoga nicht als reine sportliche Aktivität zu verstehen. Er ist eine theoretische wie praktische Philosophie und Weisheitslehre.

 

 

Yoga ist eine religionsübergreifende klassische Tradition, die zwar aus dem Hinduismus kommt, aber auch Sikhismus, Jainismus und Sufismus befruchtet hat und als Teil der tantrischen Tradition in den tibetanischen Buddhismus eingegangen ist. Kundalini-Yoga, der Yoga der Energie, ist eine systematische Wissenschaft, ein Weg, den es erwiesenermaßen seit Jahrhunderten, wahrscheinlich schon seit Jahrtausenden gibt. Und der in Büchern nur kryptisch dargelegt ist.  Die Kundalini-Yoga-Meister sagen, daß im Menschen ein riesiges Potential an Fähigkeiten, Talenten, Möglichkeiten latent vorhanden ist. Demnach ist der Mensch absolutes, reines BewußtseinShiva oder Parama Shiva genannt – und verfügt über die gesamte kosmische Urenergie, die als Shakti bezeichnet wird. Diese kosmische Urenergie hat das Leben zur Entfaltung gebracht und sie wirkt weiter in der kontinuierlichen Evolution der gesamten Schöpfung. Es ist diese Urenergie, welche aus der Mineralwelt die Pflanzen hat entstehen lassen, aus den Pflanzen die Tiere, aus den Tieren den Menschen. Es ist diese Energie, die den Menschen ruhelos werden lässt, den Menschen suchen lässt, nach etwas Höherem streben lässt. Es ist diese Energie schließlich, die dem Menschen verhilft, das Höchste, die Einheit mit dem Absoluten, zu erreichen.  Diese Kundalini-Energie gilt im Menschen als schlafend (Kundalini bedeutet „die Aufgerollte“ – symbolisch für eine schlafende Schlange). Sie kann in verschiedenen Stufen schrittweise erwachen. Und ein erstes Zeichen für dieses Erwachen ist es, wenn Du Dir die Frage stellst: „Wer bin ich?“ Woher komme ich?“ „Wohin gehe ich?“ „Was ist der Zweck des Lebens?“. Und je stärker die Kundalini erwacht, desto mehr treibt sie uns dazu, nicht nur bei dieser Frage stehenzubleiben, sondern etwas zu tun, spirituell zu suchen, zu praktizieren. Kundalini ist die Kraft hinter Genies, hinter großartigen Begabungen wie Leonardo da Vinci, Mozart, Goethe, Newton, Einstein und vielen anderen, hinter allen großen charismatischen Persönlichkeiten. Letztlich ist Kundalini die Energie hinter jeder spirituellen Erfahrung und die evolutionäre Energie hinter der ganzen Menschheit. 

Grundsätzlich kannst man die Kundalini durch jede Art von spiritueller Erfahrung und Praxis erwecken. Der spezielle Weg des Kundalini-Yoga bietet jedoch Techniken für eine systematische Vorbereitung, Reinigung und Stärkung des gesamten Körper-Geist-Systems sowie die Erweckung und Lenkung der Energien. 

Dazu gehören konkret einige prinzipielle Voraussetzungen sowie Übungen aus fünf Spezialbereichen des Yoga.  

Die Praktiken des Kundalini-Yoga im engeren Sinn lassen sich einteilen in:

·     Hatha-Yoga

·     Mantra-Yoga

·     Nada-Yoga

·     Yantra-Yoga

·     Laya-Yoga

Diese fünf Techniken werden in der klassischen Tradition geübt, um die Energien zu aktivieren, zu erhöhen, gezielt zu lenken und zu harmonisieren. 

Hatha-Yoga  

Hatha-Yoga, der Yoga der Körperschulung, ist im Westen sicher am verbreitetsten. Hatha-Yoga umfaßt seinerseits wieder verschiedene Praktiken. 

Zum Hatha-Yoga gehören die Asanas, die Körperstellungen sowie Pranayama, die Atemübungen, zusammen mit Bandhas (Verschlüssen) und Mudras („Siegel“, Körperhaltung). Asanas haben verschiedene Funktionen. Eine davon ist die Energieerweckung, die in der Tradition, aus der ich komme, vor allem durch langes Halten der Stellungen erreicht wird. Langes Halten der Stellungen führt zu Erfahrungen jenseits des Körperbewußtseins.  

Pranayama ist neben der Meditation die Schlüsseltechnik, mit der man an den Energien arbeiten kannst. Es gibt vorbereitende, reinigende, energieerweckende, kühlende und harmonisierende Atemübungen.  

Mantra-Yoga  

Mantras sind klassische Sanskritsilben und worte, in denen die Urenergie des Klangs, ihre ursprüngliche Bedeutung, unmittelbar enthalten ist. Durch Wiederholung des Mantras entfaltet sich diese im Klang eingeschlossene Energie. Das verbreitetste ist Om. Es gibt auch komplexere Mantras wie Om Namah Shivaya oder Om Namo Narayana, die jeweils einen besonderen Aspekt der kosmischen Energie beinhalten. 

Nada-Yoga

Nada Yoga ist der Yoga des Klanges. Im Unterschied zum Mantra-Yoga, wo die Wirkung auf der Wiederholung eines Sanskritwortes beruht, ist Nada-Yoga die Arbeit mit dem Klang an sich. Die klassische indische Musik zum Beispiel ist eigentlich keine Unterhaltungsmusik, sondern sie dient dazu,  Energieerfahrungen zu bekommen. 

Der äußere Nada-Yoga besteht aus einer bestimmten Art von Musik, von Klängen.

 Yantra-Yoga

 Yantra-Yoga arbeitet mit Bildern, Farben und Formen. Die bekanntesten Yantras sind die Darstellungen der Chakras. Sie haben Farben, Gestalt, Symbole. All das kann man meditativ auf sich wirken lassen. Über die Wahrnehmung dieser Yantras kann man die Energie und den Bewußtseinsinhalt des entsprechenden Chakras aktivieren.

 Laya-Yoga

Laya-Yoga wird in verschiedensten Traditionen unterschiedlich erklärt. In manchen Traditionen ist Laya-Yoga gleichbedeutend mit Kundalini-Yoga.

Ein Beispiel einer Laya-Yoga-Technik: Während der Meditation löse alle Bilder und Worte auf. Werde Dir nur des Gefühls bzw. der Essenz des Gedankens an sich bewußt. Dann löse diese Empfindung in reine Energie auf. So erfährst man die Urenergie hinter allen Gedanken und Emotionen, Shakti.

 Nadis und Chakras

Eine genaue Kenntnis von Nadis und Chakras ist für alle Schüler des  Yoga von unbedingter Notwendigkeit.

Der physische Körper formt sich nach dem Astralkörper. Der physische Körper ist in gewisser Weise wie Wasser. Er ist die grobe Form. Der Astralkörper entspricht dem Wasserdampf. Er ist die subtile Form. Genauso ist der Astralkörper, Sukshma Sharira, im grobstofflichen, physischen Körper. Der grobstoffliche Körper kann ohne den Astralkörper nichts tun. Jedes grobstoffliche Zentrum des Körpers hat sein Astralzentrum.

Nadis sind psychische Nerven, Astralkanäle, um das Prana zu leiten. Sie bestehen aus Astralmaterie und leiten psychische Ströme. Durch diese subtilen Wege bewegt sich oder fließt die Lebenskraft. Da die Nadis aus subtiler Materie gebildet sind, können sie mit dem bloßen physischen Auge nicht wahrgenommen werden, und man kann am physischen Bereich keine Labortests machen. Diese Yoga Nadis sind nicht die normalen Nerven, Arterien und Venen, wie sie die Vaidya Shastra (indische medizinische Schrift) kennt. Yoga Nadis sind ganz anders.

Der Körper ist voll von unzähligen Nadis. So wie das Blatt des Ashwattha (indische Feige) Baumes von winzigen Fasern durchzogen ist, so ist auch dieser Körper durchzogen von Tausenden von Nadis.

Alle Nadis des Körpers entspringen aus dem Kanda. Kanda heißt Knolle. Kanda ist die Wurzel aller Nadis. Zwei Finger breit oberhalb des Anus und zwei Fingerbreit unterhalb des Geschlechtsorgans befindet sich das Kanda. Es hat die Form eines Vogeleis und ist etwa vier Finger breit. Zweiundsiebzigtausend Nadis kommen aus diesem Kanda.

Kanda ist das Zentrum des Astralkörpers. Diesem Zentrum entspricht die Cauda Equina im grobstofflichen, physischen Körper.

Von allen aus dem Kanda kommenden Nadis sind die wichtigsten Ida, Pingala und Sushumna. Und die Sushumna ist das Allerwichtigste. Die Sushumna geht vom Muladhara Chakra zu Brahmarandhra. Sie ist das höchste und von den Yogis am meisten erstrebte. Andere Nadis sind ihr untergeordnet.

Die westliche Anatomie anerkennt die Existenz eines Zentralkanals im Rückenmark, genannt Canalis Centralis, und die Zusammensetzung des Marks aus weißer und grauer Hirnmasse. Das Rückenmark selbst läuft im Hohlraum der Wirbelsäule. Ebenso läuft die Sushumna im Spinalkanal und hat subtile Teile. Sie ist rot wie Feuer. In dieser Sushumna ist ein Nadi namens Vajra, das so strahlend ist wie die Sonne und rajasige Eigenschaften hat. In diesem Vajra Nadi wiederum ist ein weiteres Nadi, namens Chitra. Es ist sattwig und von blasser Farbe. Hier im Chitra ist ein ganz feiner winziger Kanal. Dieser Kanal heißt Brahma Nadi, durch den die Kundalini, wenn sie erwacht, vom Muladhara zum Sahasrara Chakra geht. In diesem Nadi sind alle sechs Chakras oder Lotusse.

Chakras sind Plexi oder Zentren von Sukshma Prana im Sushumna Nadi. Alle Körperfunktionen stehen unter der Kontrolle dieser Zentren. Chakras sind subtile Zentren der Lebensenergie. Sie sind die Zentren von Chaitanya, Bewußtsein. Die Chakras sind im Astralkörper auch nach der Auflösung des physischen Organismus beim Tod.

Diese Chakras oder feinstofflichen Zentren haben entsprechende Zentren im Rückenmark und den Nervenplexi im grobstofflichen physischen Körper. Das Anahata Chakra zum Beispiel hat sein entsprechendes Zentrum im physischen Körper beim Herzgeflecht. Jedes Chakra kontrolliert und stimuliert ein bestimmtes Zentrum im grobstofflichen Körper. Die grobstofflichen Nerven und Plexi haben eine enge Beziehung zu den feinstofflichen. Da die körperlichen Zentren eine enge Beziehung zu den Astralzentren haben, haben die Schwingungen, die in den körperlichen Zentren durch die vorgeschriebenen Methoden erzeugt werden, die gewünschten Auswirkungen in den Astralzentren.

Das erste Bestreben des Kundalini Yogi ist die Reinigung der Nadis, was zur Öffnung der Sushumna führt, die bei weltlichen Menschen normalerweise geschlossen ist.

In der Sushumna sind sechs Chakras. Das Muladhara, Swadhishthana, Manipura, Anahata, Vishuddha und Ajna. Über ihnen allen liegt das Sahasrara, das Hauptzentrum. Alle Chakras stehen in enger Verbindung mit dem Sahasrara Chakra. Daher ist es kein Chakra wie die sechs anderen.

Das Muladhara Chakra liegt am unteren Ende der Wirbelsäule. Das Swadhishthana ist an der Wurzel der Genitalien. Das Manipura ist in der Nabelgegend. Das Anahata ist im Herzen. Das Vishuddha ist im Kehlkopf. Das Ajna ist im Trikuti, der Stelle zwischen den Augenbrauen.

Die sieben Chakras entsprechen den sieben Lokas (Ebenen des Seins). Die fünf Chakras vom Muladhara zum Vishuddha sind die Zentren der fünf Elemente. Das Ajna ist der Sitz des Geistes.

Weiterführende Links:

www.yoga-vidya.de

www.ayurvedaseite.de/ayurveda-yoga.htm

www.global-yoga.org