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Ayurveda -  und es funktioniert

 

 

 

 

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Ayurveda

 

  • Lebenswissen
  • Weisheit
  • Erfahrung
  • Überlieferung
  • Das Wissen vom Leben
  • Die Wissenschaft vom Leben

 

Mit all diesen Worten versucht man eine Übersetzung für das ca. 5000 Jahre alte Gesundheitssystem zu finden.

Ayurveda zählt zu den ältesten Naturheilverfahren der Welt und betrachtet den Menschen als Einheit von Körper, Geist, Verhalten und Umwelt mit dem Ziel, ein gesundes und langes Leben zu erhalten. Ayurveda ist auf die gesamte Lebensdauer des Menschen ausgerichtet und soll in erster Linie dazu dienen, die Gesundheit zu erhalten, aber auch geistige Potenziale durch Bewusstseinsentfaltung und spirituelle Weltsicht auszuschöpfen.

 

Die ayurvedische Gesundheitslehre stellt eine der wichtigsten Säulen des ayurvedischen Gesamtkonzepts dar und therapiert nicht die Krankheit, sondern in erster Linie den Menschen mit seiner Erkrankung.

 

Ausgehend von dieser Betrachtungsweise wird im Ayurveda versucht alle Komponenten des Lebens im Gleichgewicht zu halten, um so zu ermöglichen Eigenverantwortlichkeit und Ganzheitlichkeit zu erfahren und wieder zu sich selbst zu finden.

Die ersten Grundlagen des Ayurveda gehen auf die Veden zurück, die zu den ältesten philosophisch-spirituellen Schriften der Welt zählen.

 

Den Kern der Veden bilden die Offenbarungen, die von Weisen gehört wurden und lange Zeit mündlich überliefert wurden. Erst um das 5. Jhd. n.Chr. wurden sie schriftlich festgehalten und noch heute sind sie von großer Bedeutung. Die Veden werden unterteilt in die Rigveda, Yajurveda, Samaveda und Adharva Veda.

Ayurveda stellt den medizinischen Zweig der vedischen Literatur dar und wird der Adharva Veda zugeordnet.

 

Laut dieser hat Brahma, der Schöpfer des Universums in der indischen Philosophie, Ayurveda geschaffen und diese Lehre durch Götter und Heilige auf die Erde gesandt.

Die erste Blütezeit erlebte die indische Gesundheitslehre um 1500 v.Chr. mit dem Standardwerk Caraka-Samhita, benannt nach dem großen ayurvedischen Arzt Caraka.

 

Samhitas sind Sammelwerke, die Materialien aus unterschiedlichen Epochen beinhalten in einer frühen Form des Sanskrit, dem nach dem Veda benannten Vedischen geschrieben worden sind. Jeder der vier Vedas hat seine eigene Samhita.

 

Die Caraka-Samhita ist das älteste der insgesamt 3 Werke, welches die wichtigsten Grundlagen des Ayurveda darstellt und auf das sich noch heute die Ayurveda-Ärzte stützen. Mindestens vier Autoren waren an diesem Werk, indem sich die ersten Grundlagen der inneren Medizin finden, beteiligt.

 

Die Susruta-Samhita ist das zweite Werk und beläuft sich auf den ayurvedischen Arzt Susruta. Das Werk beschreibt die chirurgische Tradition der indischen Medizin und besteht aus sechs Büchern und 184 Kapitel.

 

Das dritte und jüngste Werk der Trilogie ist die Ashtanga-Hridaya des buddhistischen Mönchs Vaghbata, der die beiden großen Standardwerke von Caraka und Susruta zu einem neuen medizinischen Werk zusammenfasste.

 

Alle Texte beschreiben weiterhin eine Aufteilung in acht eigenständige Bereiche der Medizin im Ayurveda: Innere Medizin, Frauen- und Kinderheilkunde, Hals-Nasen-Ohren- und Augenheilkunde, Psychiatrie, Chirurgie, Toxikologie, Gesundheitsförderung, Revitalisierung und Sexualmedizin.

 

Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass es neben diesen drei großen Standardwerken auch noch drei kleinere gibt, welche allerdings in einer viel späteren Zeit geschrieben worden sind (12.–16. Jahrhundert n. Chr.). Dies sind: Madhava Nidan, Sharangdhara Samhita und Bhava Prakasha.

 

Die indische Gesundheitslehre erlebte jedoch ihr goldenes Zeitalter erst mit dem Aufkommen des Buddhismus um 600 v. Chr.

Es entstanden unter Kaiser Ashoka im heutigen indisch-pakistanischen Siedlungsraum zahlreiche ayurvedische Universitäten und Krankenhäuser.

 

Die Blütezeit der ayurvedischen Medizin endete plötzlich, als die Mohammedaner um 1000 v.Chr. begannen große Teile Indiens zu erobern. Universitäten und Krankenhäuser verschwanden unter der islamischen Herrschaft und die ayurvedische Medizin verlor immer mehr an Bedeutung.

 

Nach der islamischen Unterdrückung folgte die 200-jährige englische Kolonialherrschaft, die die moderne Schulmedizin wurde nach Indien brachte. Es wurden entsprechende Universitäten etabliert und die noch vorhandenen Institute geschlossen.

 

Erst mit Mahatma Gandhi, der die nationale Bewegung in Indien führte, konnten in den 20er Jahren die ersten Hochschulen wieder entstehen. Nach der Unabhängigkeit Indiens wurde die ayurvedische Medizin wieder als offizielles Medizinsystem von der indischen Regierung unterstützt.

Heute bestehen über hundert staatliche und private Institutionen und neben der modernen Medizin wird auch Ayurveda als Universitätsstudium zur Erlangung eines Doktortitels angeboten.

 

Die ayurvedische Lehre faszinierte jedoch nicht nur indische Ärzte und medizinische Gelehrte, sondern auch Hippokrates, den wichtigsten Vertreter der altgriechischen Heilkunde.

Ebenso wurde die medizinische Entwicklung im asiatischen Raum beeinflusst und die vedische Lehre wurde die Grundlage tibetischer und chinesischer Heilmethoden.

 

Die drei Doshas stellen das zentrale Erklärungsmodell des Ayurveda dar und basieren ursprünglich auf der Lehre der fünf Elemente, die eine große Ähnlichkeit mit der Elementlehre des Aristoteles aufweist. Nach dieser Theorie besteht das Universum und somit auch jedes Lebewesen aus den fünf Elementen: Erde, Wasser, Feuer, Luft und Raum.

 

Nach ayurvedischer Auffassung ist ein Mensch dann gesund, wenn seine körperlichen Funktionen wie sein Stoffwechsel, seine Verdauung, sein Gewebe und seine Ausscheidungen im Gleichgewicht sind und wenn sich seine Seele, seine Sinne und sein Geist in einem stabilen Zustand inneren Glücks befinden. Die körperlichen und seelisch-geistigen Funktionen werden von den drei Bioenergien, den Doshas, gesteuert.

 

Nach ayurvedischer Auffassung verdichten sich die fünf Elemente im lebendigen Organismus des Menschen zu den drei Doshas Vata, Pitta und Kapha.

 

Die Elemente sind die materielle Basis für alles Leben und die Doshas die Träger dieser Lebenskraft, die sich aus diesen Elementen heraus manifestieren. Jeder Mensch vereint diese Kräfte, die verantwortlich für die Aufrechterhaltung der seelisch-geistigen und körperlichen Funktionen sind, in einer unterschiedlichen Anordnung.

 

Vata leitet sich aus den Elementen Raum und Luft ab und ist verantwortlich für alle Bewegungsabläufe im Körper, steuert das Wachstum, regelt die Aktivität des Geistes und der Sinnesorgane und kontrolliert ebenso die beiden anderen Lebensenergien Pitta und Kapha.

Somit stellt das Vata-Prinzip das den anderen übergeordnete Dosha dar, da es die Funktionen der anderen Dosha beeinflusst.

Pitta leitet sich aus dem Element Feuer ab und ist zuständig für die Aktivitäten des Verdauungssystems, des Stoffwechsels und für die Regelung des Wärmehaushalts.

Kapha setzt sich aus den beiden Elementen Wasser und Erde zusammen und ist für die Strukturen der Körper und den Flüssigkeitshaushalt verantwortlich.

Behandlungsarten: Panchakarma

Das Ziel der klassischen Reinigungskur ist es die Faktoren, die eine Krankheit verursacht haben bzw. entstehen ließen, zu beseitigen. Wörtlich übersetzt bedeutet Pancha = fünf und karma = Verfahren.

 

Diese fünf verschiedenartigen Therapien verhelfen dazu den Körper von gesundheitsschädigenden Faktoren zu reinigen und das Gleichgewicht wieder herzustellen.

Mit der Panchakarma-Kur wurde eine außergewöhnliche Behandlungsweise zur Ausleitung giftiger Stoffwechselprodukte, die sich nicht auf natürliche Art durch das Ausscheidungssystem entfernen lassen, entwickelt. Hierbei wird der Stoffwechsel grundlegend umgestimmt, so dass der Körper zu seinem ursprünglichen Gleichgewicht zurückfinden kann.

 

Unabhängig von der Dauer ist jede Panchakarma-Kur in die drei Phasen unterteilt:

 

Vorbereitung,

Hauptbehandlung (die eigentliche Reinigungskur) und

Nachbehandlung

Im folgenden Abschnitt werden die einzelnen Phasen näher erläutert.

 

Die Vorbereitungsphase

In dieser Phase wird der Patient auf seine Reinigung vorbereitet, indem sowohl innere Ölungen als auch äußere Ölungen vorgenommen werden können.

 

Bei der inneren Ölung wird dem Patienten Ghee – geklärtes und flüssiges Butterfett – täglich zur Einnahme verabreicht. Die Folge ist, dass der Körper gesättigt wird und das Öl im Stuhl wieder ausscheidet. So können eingelagerte Schadstoffe aus den Zellen und Geweben gelöst werden.

 

Die innerliche Mobilisierung der Schadstoffe kann zusätzlich mit äußeren Ölungen gefördert werden. Hierzu zählen Ganzkörper-Massagen, Kopfmassagen, Stirnguss, Kopfeinsalbung und andere ähnliche Behandlungen. Beide Arten der Ölung haben zum Ziel, dass die giftigen Abfallstoffe im Gewebe gelöst werden. In der Fachsprache bezeichnet man diese Öltherapie „Snehana Karma“.

 

Im nächsten Schritt wird der Patient stark schweißtreibenden Maßnahmen ausgesetzt wie zum Beispiel im Dampfbad, so dass die gelösten Schlackenstoffe aus dem Gewebe geschwemmt und in den Magen-Darm-Bereich befördert werden können. Die Schwitztherapie wird als „Swedana Karma“ bezeichnet und oft zusammen mit der Öltherapie angewandt.

 

Die Hauptbehandlung

Nachdem die vorbereitenden Maßnahmen getroffen wurden, befinden sich die Abfallstoffe im Magen-Darm-Bereich, von wo sie über die natürlichen Ausscheidungsorgane entfernt werden können. Mit Hilfe der wirkungsvollen Reinigungstechniken werden alle aus den Geweben gelösten Abfallstoffe ausgeleitet. Hierzu können fünf verschiedene Methoden angewandt werden, die als Panchakarma bezeichnet werden:

 

1. Vamana – das therapeutische Erbrechen.

Die orale Einnahme von Medizin führt zum Erbrechen und fördert die Ausscheidung aus dem Magen und der Brusthöhle. Krankheiten wie Husten, Diabetes, Vergiftung, Epilepsie, Geisteskrankheit und Hautkrankheiten werden mit diesem Verfahren behandelt.

 

2. Virechana – die Abführtherapie

Die orale Einnahme von Medizin fördert die Ausscheidung aus dem Dünndarm. Virechana wird bei Hautkrankheiten, Gicht, rheumatische Beschwerden, Augenkrankheiten usw. angewendet.

 

3. Vasti – der Darmeinlauf

Die therapeutischen Einläufe von Kräutermedizin bearbeiteten den Dickdarm zur Ausscheidung von Giftstoffen und stärken das Gewebe.

Dieses Verfahren verbessert die Kraft und Vitalität, vermindert die Fettleibigkeit, den Altersverschleiß und erhöht die Lebensdauer.

 

4. Nasyam – die Nasen- und Stirnhöhlenbehandlung

Die Aufnahme von Kräuter durch die Nase entfernt Giftstoffe aus Kopf und Nasennebenhöhlen. Nasya verhindert frühzeitige Alterung und Krankheiten, die mit dem Kopf, Ohren, Augen und Hals verbunden sind.

 

5. Raktamoksham – die Blutreinigungstherapie

Die Entfernung von unreinem Blut kann auf verschiedene Weisen durchgeführt werden.

 

Die Nachbehandlung

Die Phase der Nachbehandlung dient der Regeneration und der Stärkung von Körper und Geist. Mit bestimmten Pflanzenrezepturen, leichten Ölmassagen und kräftespendenden Diäten soll der Körper nach der intensiven Behandlung wieder gestärkt werden. Rasayana, die Verjüngungskur, spielt hierbei eine wichtige Rolle.

 

Eine Panchakarma-Kur fordert dem Patienten viel Kraft, Disziplin und Zeit ab und muss sorgfältig vorbereitet werden. Eine solche Kur ist dann sinnvoll, wenn der Patient unter gesundheitlichen Problemen leidet oder sich tiefgehend reinigen möchte. Er muss daher ebenso bereit sein strengen Regeln zu folgen und auf bestimmte Gewohnheiten wie beispielsweise das Rauchen oder das Trinken von Alkohol zu verzichten.

 

Behandlungsarten: Verjüngung

Rasayana, ist der Fachbereich des Ayurveda, der sich mit der Verjüngung und Stärkung von Körper, Geist und Seele beschäftigt. Rasayana ist ursprünglich aus den Wörtern Rasa = die Grundsubstanz des Körpergewebes und Ayana = die Methode mit der die Grundsubstanz zu allen Geweben transportiert wird, um dann letztendlich biochemisch umgewandelt zu werden, zusammengesetzt.

 

In der moderneren Terminologie kann man Rasayana als Verjüngungsprozess bezeichnen. Im ayurvedischen Sinne lehrt die Verjüngungskur eine ganzheitliche Weise, die sowohl zur Erneuerung des Körpers als auch zu einem langen und gesunden Leben führen soll. Dabei dient Rasayana weniger der äußerlichen Jugendlichkeit, wie es die westlichen Anti-Aging-Behandlungen verfolgen, sondern soll dem Menschen altersgemäß ein gutes Wohlbefinden und Vitalität verschaffen.

 

Eine Verjüngungskur ist sowohl gegen Erkrankungen als auch in der Vorbeugung von krankmachenden Wirkungen der Alterung sehr wirkungsvoll, denn sie

 

stärkt das Immunsystem

beseitigt Stoffwechselgifte

stärkt die Verdauungs- und Stoffwechseltätigkeit

stärkt und verbessert das Gedächtnis

steigert das Intellekt und die Konzentration

Die Verjüngungsbehandlung wurde in der ayurvedischen Tradition insbesondere als vorbeugende Maßnahme beim Wechsel der Jahreszeiten und der damit verbundenen Klimaveränderungen durchgeführt. Die Therapie dient somit nicht nur zur Reinigung, sondern auch überschüssige Dosha-Energien abzubauen, um eine gute Gesundheit und Langlebigkeit zu fördern.

 

Eine Rasayana-Behandlung wird meist im Zusammenhang mit einer Panchakarma-Kur durchgeführt, da der Körper zuvor grundlegend gereinigt werden muss.

Die Rasayana-Kur unterteilt sich somit in drei Bereiche:

 

Vorbehandlungen,

Pancha Karma und die

Verabreichung von Aufbau-, Stärkungs- und Verjüngungsmitteln.

Verjüngungsmittel können dabei Kräuterpflanzen aber auch Lebensmittel wie beispielweise Milch, Honig, Sesam und Mandeln sein.